Ich bin so feige!
Sie war in meiner Nähe, schaute mich immerzu an – hatte ich nen Pickel im Gesicht oder fand sie einfach nur mein neues Slipknot-Tshirt genauso toll wie ich? Blicke trafen Blicke und blickten verstohlen wieder weg. Sie war/ist atemberaubend attraktiv, ich musste meinen Mund zurückhalten das “wow” meiner Gedanken auszusprechen – wäre das peinlich gewesen. Im Augenwinkel vernahm ich ihren wieder und wiederkehrenden Blicke, ich zwang mich nicht so oft hinzusehen. Ich machte mich fertig zum gehen, meine Haltestelle kam mir näher als mir lieb war – ein sonst sehr unbekanntes Gefühl. Stunden hätte dieses Spiel mit ihr spielen können, stundenlang hätte ich wortlos einfach nur in ihrer Nähe sein können. -So sollte es nicht sein, du Tagträumer – Dennoch sollte sich mir ( oder auch ihr ) noch eine Chance bieten, sie musste ebenfalls hier raus. Zuvorkommend, aber nicht uneigensinnig ließ ich ihr natürlich den Vortritt. Sie wandte ihren Kopf Richtung Schaufenster, Richtung Spiegelung, ein letztes mal indirekt in meine Richtung. Der letzte Augenblick verstrich in meiner Ungläubigkeit, ich hätte niemals so ein Glück, es muss ein vorübergehender Pickel gewesen sein. Ich fuhr fort. Komisches Gefühl.
