Ein Text der des Lesens nicht Wert ist.

Gefühlsfremdheit heißt mein neuer Gefährte. So nah ist alles was ich liebe und liebte, jedoch trennen Welten. Jetzt rede ich mir ein, dass ich nicht mehr fühlen darf. Ich will auch nicht mehr fühlen, als ich fühlen muss. “Bitte nur ein bisschen von dem Schmerz da”, sag ich zum Barkeeper, der mir schon immer die besten Cocktails gemischt hat, “danke!” und gratis dazu werd ich nur noch weniger Freude empfinden. Selbst die kleinen Dinge im Leben erfüllen mich kaum mehr mit dem Einmals gefühltem Glück. Alles hat seine eigene Halbwertzeit bekommen, zerbricht und zerfällt. Ich würde so gern den An- und Ausschalter in mir finden. Mit einem *klack* wäre alles gegessen. Aber den gibts, wie so vieles vorteilhaftes, leider nicht und so muss man alles fressen, schlucken und verdauen, was so passiert und woran man sich erinnert. Immerhin ist dabei viel tolles, nur führt das dann doch meiste nur auf Umwege in die dunkle lethargische Stimmung. Dann gehts wieder los und man packt die “depri und so”-Playlist aus, spielt die Songs runter und rauf, verkneift sich glasige Augen. Man wird ungedultig, es durchstömt einen der Tatendrang – “gleich wird sich was ändern, gleich mach ich’s wahr”. Bis man sich wieder bewusst wird, wie ohnmächtig man eigentlich ist. Ein kleiner Fisch im Schwarm, dessen persönliche Belange kaum einen Stellenwert in der Gesellschaft finden, man degradiert sein Individuentum. Man schluckt abermals. Aber eigentlich ist einem der höhere Sinn auch scheiß egal. Es geht um das jetzt, es geht um die jetzigen Gefühle und Gedanken, die türeintretend den Moment gestürmt haben. Verängstigt von der innerlichen Szenarie schließt man die Augen. Furcht vor dem Schmerz, man weiß er ist da, aber er kann einen ja nicht sehen, wenn man ihn nicht sieht – extrem logisch! Wer wird denn hier jetzt logisch werden? Zusammenhangsferne Texte lassen sich am besten ohne die vernünftige Stimme von oben schreiben. Ohne sie würde man sich allerdings auch komplett der Hölle überlassen, schön das du da bist mein guter alter Freund, zur Feier des Tages geb ich dir jetzt einen aus. Jedes Wochenende das selbe Spiel… sei dir sicher, es gibt mehr Spielfelder als du denkst.

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